Im winterlichen Rahmen fand am 16.12.2022 unsere diesjährige Weihnachtsfeier statt. Ein paar Mutige ließen sich von den widrigen Straßenverhältnissen jedoch nicht abschrecken. In gemütlicher Runde plauderten wir über gemeinsame und erfolgreiche Höhlentouren. Ebenso gaben uns die interessanten Vorträge Gesprächsstoff.
Bis zum Abendessen ließen wir uns die selbst gebackenen Plätzchen, Nüsse und Clementinen an den weihnachtlich gedeckten Tischen schmecken. Knecht Ruprecht Patrik hielt auch eine kleine Überraschung für jeden bereit. Etwas sinnvolles für den Höhleneinsatz.
Unseren Vorstandsvorsitzenden Peter F. konnten wir für ein paar Minuten sprachlos machen. Er bekam für sein Engagement einen Pokal von uns, als Dankeschön für seinen Einsatz.
Es war ein schönes Beisammensein unter Höhlenfreunden. Allen fleißigen Helfern für diesen schönen Abend ein herzliches Dankeschön!
Erstversorgung in der Höhle - Sarah Lichtenheldt informiert Am 08.12.2022 trafen sich 23 Freunde und Mitglieder zu unserem ersten Abend zum Thema: Wie gebe ich erste Hilfe bei einem Verunfallten in der Höhle, bevor die Rettung eintrifft.
Sarah, Mitglied bei der Höhlenrettung Baden-Württemberg und bei der Salzburger Höhlenrettung, gab uns eine Einführung, was wichtig ist, um einem Verunfallten in der Höhle mit minimaler Ausstattung erstversorgen zu können. Zur Ausstattung zählen Mullbinden, eine leichte Schiene, die flexibel in allen Richtungen dem Körper angepasst werden kann, eine Rettungsdecke, diverse Seile und auch Sekundenkleber kann für die erste Hilfe dienlich sein. Es wurde Arme geschient und fixiert, Rettungsdecken Körper wärmend eingesetzt um dem Verunfallten in der Höhle nicht auskühlen zu lassen, Köpfe ordnungsgemäß vom Helm befreit, die danach richtig gelagert oder mit zwei Schlufsäcken stabilisiert wurden.
Alle konnten an 'Fred' üben. So nannten wir die Rettungspuppe, die uns die Freiwillige Feuerwehr Krailling freundlicherweise zu Verfügung gestellt hat. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich dafür.
Roy Lichtenheldt gab uns Knotenkunde. Welche Knoten sind wichtig, Achter, Schmetterling, Burlin, Mastwurf usw. Welche lösen sich nicht, helfen mir als Trittschlaufe , als Abseilhilfe oder dienen zur weiteren Sicherung. Auch hier wurde viel mit Seilstücken und Karabiner probiert.
Zum Abschluss ließen wir uns alle die Geburtstagstorte schmecken. Herzlich Dank Sarah, dass Du diesen Tag mit uns verbracht hast!
Oliver Landolt
In einem (noch unbenannten) Gebiet der oberen Ebenen haben wir uns von einer neuen Stelle aus abgeseilt, in der Hoffnung einen Durchgang zur Oberen Höhle zu finden. Wie vom 3D-Modell der Höhlen erwartet, führte uns das Seil in den Dringenden-Haarschnitt Gang auf der 1. Ebene. Vom Seil aus hatten wir einen guten Blick bis zum Ende dieses 10m hohen Spalts und wir konnten erkennen, dass er, entgegen unserer Hoffnung, bis oben eine Sackgasse ist. Die Teilnehmer waren Claudi Czech, Verena Grüneis, Thomas Barfety, Roland Konopac und Oliver Landolt.
Peter Forster
Höhlenforschung im Toten Gebirge – vom Suchen und Finden großer Höhlen von Clemens Tenreiter Nachdem die Energieversorgung für den Beamer, Soundanlage und schließlich für die Scheinwerfer nach tatkräftigem Einsatz einiger Mitglieder hergestellt wurde, konnte der Vortragsabend pünktlich um 20:00 Uhr eröffnet werden. Der Referent Clemens Tenreiter aus Österreich präsentierte uns beeindruckende Bilder, mitreißende Filmausschnitte aus der Höhlenforschung im Toten Gebirge und begeisterte mit seinem Vortrag um die 30 Mitglieder und einige Gäste. Es war ein eindrucksvoller Abend…..vielen Dank dafür!
Der VHM lud seine Mitglieder und Gäste zum ersten Vortragsabend in der Wintersaison 2022/2023 in die Gaststätte „Zum Freistoss“ ein. 31 Mitglieder und Gäste sind der Einladung gefolgt. Beim gemütlichen Essen gab es vornweg wieder viel zu erzählen. Manche Mitglieder haben sich Monate nicht gesehen, umso größer war die Freude bei allen Anwesenden.
Der Referent Winfried Raab stellte den Abend unter das Thema: Bekannte und vergessene Untertagestrecken, Felsenkeller und Wasserwege unserer Heimat und hinter der Bayerischen Grenze. Künstliche Hohlräume mit Höhlencharakter. Sein Vortrag entführte uns in die unterirdische Welt, ob ehemalige Bergwerke, U-Bahnschächte, Bunkeranlagen, Abwasserkanäle… es war wieder sehr spannend. Vielen Dank dafür!
Fotos P. Forster
Dr. Patrik Huter
Auf Einladung unseres Partnervereins "Archäologischer Verein Freising" bot sich eine für uns Höhlenforscher ungewöhnliche Gelegenheit, Archäologen bei der Arbeit zu begleiten. In der Gemeinde Moosburg wurden zwei Sondagen in einem Acker angelegt. Dabei wurden zwei Gruben von je 2x3m geöffnet, Schicht für Schicht abgetragen und das Aushubmaterial auf Funde untersucht. Ziel der Untersuchung waren nähere Infos zu früheren sporadischen Oberflächenfunden zu bekommen und das Potential für eine größere Grabung. Dabei erwarteten wir Keramiken und Steinwerkzeuge aus Siedlungen der frühen Jungsteinzeit und der mittleren Jungsteinzeit, also von Objekten die irgendwann zwischen 5900-4500 v. Chr. benützt wurden. Wir fanden zum Glück Feuerstein und keramischen Scherben aus dieser Zeit und konnten die in einem Befund zuordnen. Insgesamt ein spannender Tag, bei dem eigentlich nur das Wetter nicht so richtig mitmachen wollte. Und vielen Dank auch an das Team des Freisinger Vereins und der anwesenden Archäologin für die geduldige Beantwortung all meiner Fragen.
Andreas Schuller
Die Forschung in der Moosebenhöhle am Wendelstein geht weiter. Ein geplanter Neulandvorstoß musste diesmal leider ausfallen, da der Weg zum südlichen Forschungsendpunkt zu mühsam war. Stattdessen wurde die Gelegenheit genutzt, um Wegebau zu betreiben. Konkret wurde die schwierigste Stelle, der Aufstieg in einer sehr engen Canyonspalte entschärft. Außerdem konnte durch Ausräumen von Steinen eine Umgehung der kniffligen "Engstelle 2" gefunden werden. Damit sollten zukünftige Forschungsvorhaben deutlich einfacher werden. Anschließend wurden noch Eingangskoordinaten und Eingangshöhen von Moosebenhöhle und Potters Paradise bestimmt, damit der hydrologische Zusammenhang der beiden Höhlen bei Hochwasser besser nachvollzogen werden kann. Beim letzten Jahrhunderthochwasser 2021 hatte sich der Karstwasserspiegel in der Moosebenhöhle 15m oberhalb der stark schüttenden Quellhöhle aufgestaut und war anschließend in kürzester Zeit wieder um 6m gesunken! Das meiste Wasser der Quellhöhle nimmt dabei einen noch völlig unbekannten Weg durch den Berg und drückt in der Moosebenhöhle von unten hoch.
Oliver Landolt
18.09.2022 - Trotz starkem Regen am Vortag stiegen wir wieder zum Kuhfluchtloch hoch mit dem Gedanken, den Wasserstand in der Höhle unter solchen Bedingungen anzuschauen. Wir hatten befürchtet, nicht mal den Wildbach überqueren zu können, um den Höhleneingang zu erreichen. Nicht nur war der Bach kein Problem, wir fanden auch den Pottwal-Siphon offen! Dadurch konnten wir tiefer in die Höhle eindringen als je zuvor. Insgesamt bleibt der Zusammenhang zwischen Niederschlag an der Oberfläche und Wasserpegel in der Höhle überraschend. Die Teilnehmer an dieser Tour waren Stefan Gaar, Mathias Beck, Robert Mangold und Oliver Landolt.
Oliver Landolt
15.08.2022 - Als Vorbereitungstour zu einer künftigen Vermessung haben wir zwei Höhlen an der Roßsteinwand (Katasternummern 1277/13 und 1277/14) befahren, die zwar schon bekannt sind, aber dessen Erforschung schon länger ruht. Beide sind tektonische, labyrinthartige Höhlen mit vielen Spalten, Löcher und Engstellen, die es zu erforschen gilt. In der 1277/14 haben wir uns in einem ca. 20m tiefen Schacht abgeseilt, der zu einem (engen) unteren Eingang führt, wie von Roland Konopac und Kameraden in 2007 dokumentiert. Die Teilnehmer an der Tour waren Clarissa Kämmerer, Michi Ehrsam, Claudia Czech und Oliver Landolt.
Oliver Landolt
13.08.2022 - Fünfzehn Jahre nachdem die Forschung dort eingeschlafen war, sind wir ins Kuhfluchtloch zurückgekehrt. Der Zustieg ist abenteuerlich, also galt die Tour in erster Linie der Begutachtung für weitere Forschungen. Wir konnten tatsächlich zum sogenannten "Fenster" klettern und die Höhle bis zum Pottwal-Syphon befahren. Um tiefer in die Höhle einzudringen, müssen wir künftig auf einem günstigen Wasserpegel warten. Die Teilnehmer an der Tour waren Jörg Zimmermann, Sarah Bischoff, Adrian Scadding, Niels Bauer, Thomas Barfety und Oliver Landolt.


